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Portrait of Marek Bureš, a smiling male practitioner in a blue shirt against a neutral background.
Storys & Interviews

Was der Körper längst weiss, bevor der Kopf es versteht – ein Besuch bei einem Berner Körpertherapeuten

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Marek Bureš bringt Craniosacral Therapie und Osteopathie nach Bern – eine sanfte Arbeit, die den Körper als Ganzes versteht und Erschöpfung lösen darf.

Es gibt Momente, in denen der Körper deutlicher spricht als jedes Gespräch. Ein Ziehen im Nacken, das nicht vom Sitzen kommt. Ein Druck in der Brust, der bleibt, obwohl der Anlass längst vorbei ist. Ein Rücken, der sich schwer anfühlt, als trüge er mehr als nur das eigene Gewicht. Wer solche Zeichen kennt, weiss: Hier meldet sich etwas, das nicht nach schneller Antwort sucht, sondern nach Aufmerksamkeit.

Genau an dieser feinen Grenze zwischen Anspannung und Erschöpfung setzt die Arbeit von Marek Bureš an. Der Körpertherapeut ist neu in Bern – und bringt mit, was in dieser Stadt noch wenig vertraut ist: eine Verbindung aus Craniosacral Therapie, osteopathischem Denken, Physiotherapie und Bewegungswissenschaften, die den Menschen nicht in Einzelteile zerlegt, sondern als Ganzes betrachtet.

Ein Weg, der über Wissenschaft und Berührung führt

Marek Bureš kommt nicht aus dem Nichts. Seine berufliche Praxis umfasst Jahre in der Physiotherapie und der Bewegungslehre, ergänzt durch eine abgeschlossene, in der EU anerkannte Osteopathie-Ausbildung und eine fundierte Weiterbildung in Craniosacral Therapie. Diese Mischung prägt seine Haltung: Er denkt anatomisch präzise und arbeitet gleichzeitig mit einer Berührung, die zuhört statt zu drängen.

In seiner neuen Praxis in Bern begegnet er Menschen, die oft schon viele Stationen hinter sich haben. Solche, die ihre Beschwerden wieder und wieder erklären mussten. Solche, bei denen nichts «kaputt» ist – und die sich trotzdem nicht wirklich wohlfühlen. «Der Körper erinnert sich», sagt die Erfahrung hinter dieser Arbeit. Und ebenso wahr ist: Er kann sich wieder neu ordnen, wenn er den richtigen Rahmen dafür bekommt.

Wenn Hände zuhören: die Methode im Hintergrund

Im Zentrum steht die Idee, dass Beschwerden selten dort entstehen, wo sie sich zeigen. Ein verspannter Nacken hat manchmal mit dem Zwerchfell zu tun, ein unruhiger Schlaf mit dem Spannungszustand der Hirnhäute, ein Druck im Bauch mit einer alten, nie ganz gelösten Anspannung. Die craniosacrale Arbeit folgt dem Rhythmus, der zwischen Schädel und Kreuzbein pulsiert – einem sehr langsamen, tiefen Takt, der sich mit geschulten Händen erspüren lässt.

Statt zu korrigieren, wird zuerst wahrgenommen. Statt zu forcieren, wird eingeladen. Diese zurückhaltende Form der Behandlung wirkt auf viele Menschen schon während der Sitzung spürbar: Die Atmung wird ruhiger, der Kiefer locker, der Bauchraum weicher. Der Körper nutzt die angebotene Stille, um eigene Ordnung zu finden – eine Fähigkeit, die ihm niemand beibringen muss.

Fünf Zugänge, ein gemeinsames Anliegen

Das Angebot in Bern ist bewusst breit – nicht, um alles zu können, sondern um jedem Menschen den passenden Zugang zu eröffnen.

Somatopsychische Manualmedizin verbindet körperliche Behandlung mit Gespräch und achtsamer Begleitung. Wo Spannungen auch eine seelische Wurzel haben, darf diese mitgedacht werden. Das entlastet doppelt: Der Körper darf loslassen, und das innere Erleben bekommt Raum.

Organische Techniken richten sich an die inneren Organe und ihre Beweglichkeit. Eine eingeschränkte Beweglichkeit von Leber, Darm oder Nieren kann sich als dumpfer Druck oder allgemeine Müdigkeit zeigen. Sanfte manuelle Impulse können die Durchblutung unterstützen und die Genesung des Gewebes begleiten.

Craniosacrale Therapie ist das Herzstück der Praxis. Spannungen in Schädel, Wirbelsäule und Kreuzbein werden mit sehr feinen, langsamen Berührungen angesprochen. Viele Menschen erleben dies als tiefe, fast meditative Ruhe – ein Zustand, in dem sich das Nervensystem neu sortieren darf.

Neugeborene und Kinder profitieren besonders von dieser sanften Form der Behandlung. Nach einer anstrengenden Geburt, bei unruhigem Schlaf, Blähungen oder einer einseitigen Kopfhaltung können kleine, geduldige Impulse viel bewirken – ohne Druck, ohne Zwang, im Tempo des Kindes.

Die Begleitung in der Schwangerschaft schliesslich richtet sich an werdende Mütter, die mit Rückenschmerzen, Reflux oder einem Gefühl der Enge durch diese besondere Zeit gehen. Auch nach der Geburt kann die Arbeit hilfreich sein, wenn sich Becken, Bindegewebe und Atmung neu ausrichten dürfen.

Ein Ort, an dem sich Erschöpfung wieder lösen darf

Wer die Praxis betritt, merkt schnell: Hier geht es nicht um Leistung, nicht um ein möglichst schnelles «Wegmachen» von Symptomen. Es geht um ein aufmerksames Nebeneinander von Fachwissen und Zeit. Eine Sitzung dauert rund eine Stunde, kostet in der Regel 150 Franken und wird direkt vor Ort beglichen. Für die Abrechnung über die Zusatzversicherung erhalten die Klientinnen und Klienten anschliessend einen Rückforderungsbeleg.

Vieles in unserer Zeit drängt zur Eile. Diese Arbeit tut das Gegenteil. Sie sagt: Setz dich hin. Atme. Lass die Schultern sinken. Der Körper darf erzählen, was ihn beschäftigt – und in diesem Erzählen beginnt oft schon die erste Erleichterung.

Vielleicht ist es genau das, was viele in Bern gerade suchen: keinen lauten Weg, sondern einen leisen. Einen, auf dem der eigene Körper wieder als Verbündeter erlebt wird und nicht als Gegenstand von Reparatur. Wer neugierig geworden ist, darf sich Zeit nehmen für ein erstes Gespräch – und für die stille Frage, was der eigene Körper eigentlich zu sagen hätte, wenn ihm jemand zuhört.

Marek Bureš

Website besuchen

Manuelle, Ganzheitliche Therapie

Hardeggerstrasse 7

3008 Bern, Schweiz

076 318 40 07
[email protected]
www.marekbures.ch/

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